Archive for the 'Transen News' Category

Homo Ehe in der Alpenrepublik

Donnerstag, August 3rd, 2006

Die transsexuelle Angelika Frasl ist die erste Frau, deren gleichgeschlechtliche Ehe in der Alpenrepublik anerkannt wurde. Sie hat gestern eine neue Geburtsurkunde erhalten, in der ihr Geschlecht als “weiblich” eingetragen ist. Die Ehe zu ihrer Frau bleibt ebenfalls bestehen. Das verdankt sie dem Verfassungsgerichtshof in Wien, der vor knapp drei Wochen den “Transsexuellen-Erlass” für ungültig erklärt hatte.

Dieser besagte, dass nur das neue Geschlecht unverheirateter Transsexueller anerkannt werden würde. “Ab sofort sind meine langjährige Frau und ich nun die erste vom Staat anerkannte gleichgeschlechtliche Ehe Österreichs, mit allen dazugehörigen Rechten und Pflichten”, freut sich Frasl, die auch Transgender-Beauftragte der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo ist. Günter Tolar, Bundesvorsitzender der SoHo ergänzt am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ: “Ich bin davon überzeugt, dass es neben dem auch bereits bekannten Fall des Ehepaares Hofmann in der Steiermark, die durch ihre Klage diesen Entscheid erst ermöglicht haben, in absehbarer Zeit noch weitere gleichgeschlechtliche Ehepaare geben wird.

” Dies sei ein erster großer Erfolg gegen die Diskriminierung schwul-lesbischer Partnerschaften. “Es ist nun höchste Zeit, dafür zu sorgen, dass das, was in anderen Ländern, wie zum Beispiel im katholischen Spanien, bereits Realität ist, auch in Österreich umgesetzt wird, nämlich die Öffnung der Ehe für alle Menschen, unabhängig vom Geschlecht”, so Tolar weiter.

Region Toskana zahlt Transsexuellen die Geschlechtsumwandlung

Samstag, Juni 10th, 2006

Region Toskana zahlt Transsexuellen die Geschlechtsumwandlung
Christdemokraten sprechen von “Verschwendung öffentlicher Mittel”

Rom - Der Regionalrat der Toskana hat beschlossen, für die Medikamentenkosten aufzukommen, wenn Transsexuelle ihr Geschlecht ändern wollen. “Wir sind gegen jegliche Art von Diskriminierung auf Grund des Geschlechts. Transsexuelle sind mit dem Geschlecht nicht zufrieden, mit dem sie zur Welt gekommen sind”, sagte Enrico Rossi, Mitglied des Gesundheitsausschusses der Region Toskana.

Etwa 30 Personen haben bereits die Unterstützung der Region für die Geschlechtsumwandlung beantragt. “Es handelt sich um Menschen, die ein Recht auf Therapie haben wie alle anderen Italiener auch”, erklärte Rossi. Die Toskana ist die erste italienische Region, die eine derartige Behandlung bezahlt.

Der christdemokratische Abgeordnete Luca Volonte übte scharfe Kritik an der Initiative: Während es in Italien eine strenge Sparpolitik gebe, verschwende die Toskana öffentliche Mittel. Lob erntete der Regionalrat vom transsexuellen Abgeordneten Vladimir Luxuria, der mit der altkommunistischen Rifondazione ins Parlament eingezogen ist. Luxuria (lat.: “Wollust”) wurde vor 40 Jahren als Vladimiro Guadagno geboren, lebt und kleidet sich aber wie eine Frau - wenn auch nur selten als schrille Drag Queen. Mit seinem Szenenamen ist Guadagno zur Ikone der italienischen Homosexuellenbewegung geworden. (APA)

Zu schnell: Transsexuelle muss Operation selber zahlen

Freitag, Mai 26th, 2006

Luzern - Die Krankenkasse Swica muss nicht für eine verfrühte Geschlechtsumwandlung aufkommen. (fest/sda)

Für eine Kassenpflicht muss einer solchen Operation gemäss dem Eidg. Versicherungsgericht (EVG) in jedem Fall eine zweijährige Beobachtungsphase vorangehen. Eine heute 68-jährige Frau hatte ihr männliches Geschlecht im November 2004 chirurgisch umwandeln lassen. Die Swica als ihre obligatorische Krankenpflegeversicherung weigerte sich, die Kosten zu übernehmen und hielt daran auch im Einspracheverfahren fest.

Die Kasse hatte ihren Entscheid damit begründet, dass zum Zeitpunkt der Operation die von der Rechtsprechung verlangte zweijährige Beobachtungsphase mit ärztlicher Begleitung nicht abgeschlossen gewesen sei. Das Aargauer Versicherungsgericht hiess im vergangenen Juni die Beschwerde der Betroffenen jedoch gut.

Die Aargauer Richter hatten die Meinung vertreten, die Dauer der Beobachtung sei nicht entscheidend, wenn eine sichere Diagnose vorliege, dass nur eine Geschlechtsumwandlung die psychische Gesundheit des Patienten wesentlich verbessern könne.

Das EVG hat die Beschwerde der Swica nun gutgeheissen. Es hält in seinem Urteil fest, dass die zweijährige Beobachtungsphase in jedem Fall eine Voraussetzung für die Kassenpflicht darstellt. Grund für eine Änderung der langjährigen Praxis bestehe nicht.

 

Laut den Luzerner Richtern handelt es sich beim Erfordernis der zweijährigen Beobachtungsphase nicht bloss um eine Formalität. Angesichts der Schwere des Eingriffs und der Tatsache, dass er nicht rückgängig zu machen sei, komme der möglichst zuverlässigen Diagnosestellung eine ausserordentlich grosse Bedeutung zu.

Während der Beobachtungsphase beginnt die betroffene Person, in einem Alltagstest die angestrebte Geschlechtsrolle in allen Lebensbereichen zu leben. Der Test wird begleitet von medizinischen Massnahmen sowie psychiatrischen und psychotherapeutischen Untersuchungen.

News: Träumen erlaubt!

Sonntag, Mai 21st, 2006

Herzschmerz, Liebe und Träume: Die neue CD von Claudia Jung bringt Tranny-Herzen zum Schmelzen. 

Nachdem Claudia Jung (42) durch die Erkrankung ihrer Stimmbänder eine längere Zwangspause einlegen musste, ist nun endlich die Zeit des Wartens vorbei und ihre Tranny-Fans werden mit einem neuen Album belohnt. “Träumen erlaubt” lautet der Titel der CD. Wer dahinter allerdings nur Balladen vermutet, irrt gewaltig. Denn wieder einmal zeigt Jung die ganze Bandbreite ihres musikalischen Könnens: Von romantisch bis frech, alle Facetten ihrer Persönlichkeit kommen hier zum Ausdruck. “Das Album ist ein Spiegelbild meiner Persönlichkeit. Ich habe ein romantische aber auch eine freche, kecke Seite”, gab Jung gegenüber trannynet.de zu.

Im Interview, das in kompletter Länge bald auf trannynet.de zu lesen sein wird, plaudert die Sängerin außerdem über die Konkurrenz, ihren vergeblichen Versuch vor Jahren mal beim Eurovision Song Contest teilzunehmen und ihre kommende Teilnahme beim CSD in Köln. Dort wird sie nämlich eine von vielen namenhaften Schlagerstars sein, die auf dem Wagen von WDR4 für Stimmung sorgen. Musikalisch ist sie sich jedenfalls treu geblieben. Kapriolen à la Offizielle Tanja-Thomas-Homepage wird es von ihr nicht geben. So klingen die 14 Lieder eben typisch nach Claudia Jung: Romantisch, feinfühlig und überzeugend.

 

Türkischer TV Sender stoppt Transen Show

Dienstag, Mai 16th, 2006

Der türkische TV-Sender Kanal 1 hat nun die Real-Lifeshow “He’s a Lady” aus dem Programm genommen, nachdem zahlreiche Proteste gegen die Sendung eingingen. Den Sieger hätten fast 60.000 Franken und der Titel “Beste Dame” erwartet.
Acht Kandidaten sollten BigBrother-ähnlich drei Wochen in einer Wohnung in Istanbul, per Kamera überwacht, in Frauenkleidern verbringen. Das Publikum hätte jede Woche zwei Kandidaten abgewählt.
Trotz der Proteste scheint Travestie nicht all zu unbeliebt in der Türkei zu sein. In einigen Dörfern Anatoliens sind männliche Tänzer in Frauenkleidung gern gesehen.

Mehr Rechte für Spaniens Trannys

Montag, Mai 15th, 2006

Mehr Rechte für Spaniens Trannys

Madrid Künftig sollen Transsexuelle in Spanien in ihren Dokumenten die Angabe über das Geschlecht ändern können, auch wenn es keine operative Geschlechtsumwandlung gegeben hat. Das sieht ein Gesetz vor, das in diesem Sommer ins Parlament gebracht werden soll. Die Änderung im Ausweis soll demnach möglich sein, wenn der oder die Transsexuelle 18 Monate lang unter psychologischer Begleitung ein Leben mit der anderen Identität gelebt hat.

Transsexuelle gewinnt ‘Big Brother’ in Großbritannien

Sonntag, Mai 14th, 2006

In Großbritannien ging die fünfte Staffel von ‘Big Brother’ zu Ende. Gewonnen hat die Staffel die transsexuelle Almada. Der TV-Knast dauerte nur 70 Tage. Anfangs dachte man nicht, dass Almada überhaupt die Chance hat, dass sie am Schluss als Siegerin den Container verlässt. 74 Prozent wählten sie am Schluss, dass ist wohl mehr als eindeutig. Umgerechnet 95.000 Euro bekommt sie für den Sieg.

Transen-Abgeordnete: WC-Apartheid

Sonntag, Mai 7th, 2006

Die erste “übergeschlechtliche” Abgeordnete Europas, die italienische Kommunistin Luxuria alias Wladimiro Guadagno, hat sich gegen eine “Toiletten-Apartheid” im italienischen Parlament ausgesprochen. Lucio Barani, ein neu gewählter Abgeordneter von Berlusconis unterlegenem Wahlblock, hatte vorgeschlagen, eine dritten Toilette für transsexuelle Abgeordnete einzuführen. “Ich habe nicht erwartet, dass das politische Niveau so tief sein würde”, erklärte die 40-jährige Luxuria im Interview mit der Tageszeitung “Corriere della Sera”. “Das ist eine Art Apartheid namens Urin-Segregation. Ich will aber kein Privileg, eine Toilette für mich alleine zu haben.” Sie sagte, das Leben für Transsexuelle sei schwierig genug auch ohne diskriminierende Einwürfe. Luxuria war bei den italienischen Parlamentswahlen als römische Spitzenkandidatin der kommunistischen Partei ins Rennen gegangen und hat sich auf Anhieb einen Sitz gesichert. Sie war schon im Wahlkampf von rechtsgerichteten Politikern heftig attackiert worden. So sagte ihr die faschistische Europa-Abgeordnete Alessandra Mussolini in einer Talkshow, es sei besser, ein Faschist zu sein als eine “Schwuchtel”

EuGH-Urteil: Transsexuelle darf früher in Pension

Sonntag, April 30th, 2006

Neues Geschlecht muss auch in der Rente anerkannt werden

Luxemburg - Transsexuelle können nach einer Geschlechtsumwandlung zur Frau früher in Pension gehen. Für sie gelte dann das weibliche Eintrittsalter, urteilte am Donnerstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Er gab damit einer inzwischen 64-Jährigen aus Großbritannien Recht, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und nur neun Monate später an ihrem 60. Geburtstag ihre Rente beantragt hatte.

Verweis auf Geburtsurkunde
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Die britischen Behörden hatten die Pensionszahlung abgelehnt. Weil in der Geburtsurkunde das männliche Geschlecht eingetragen sei, gelte ein Beginn ab 65 Jahren, argumentierten sie. Auf die Klage der Transsexuellen hin legte das oberste britische Sozialgericht den Streit dem EuGH vor.

Der betonte nun, das Verbot der Geschlechtsdiskriminierung sei “eines der Grundrechte des Menschen”. Das europarechtliche Diskriminierungsverbot sei daher weit auszulegen und könne sich nicht nur auf die Zugehörigkeit zu einem der Geschlechter beziehen. Vielmehr seien auch Diskriminierungen erfasst, “die ihre Ursache in einer Geschlechtsumwandlung haben”. Eine Ausnahmeregelung des Europarechts lasse zwar ein unterschiedliches Pensionsalter für Männer und Frauen zu. Eine Regelung, die es einer Transsexuellen nicht ermögliche, ihr neues Geschlecht für die Rente anerkennen zu lassen, sei aber unzulässig.

Wikipedia über Transvestitismus

Samstag, April 29th, 2006

Unter Transvestitismus wird das Tragen der Bekleidung eines anderen Geschlechts als Ausdruck der eigenen Geschlechtsidentität verstanden. Transvestitismus ist unabhängig von der sexuellen Orientierung und keine spezifisch homosexuelle Erscheinung.
Geschichte

Transvestitismus (lat. trans= hinüber vestire= kleiden) ist ein von Magnus Hirschfeld 1910 geprägter Begriff. Er beschrieb damit alle Menschen, die, gleich aus welchen Gründen, freiwillig Kleidung trugen, welche üblicherweise von dem Geschlecht, dem sie körperlich zugeordnet waren, nicht getragen wurde; und zwar sowohl Männer als auch Frauen. Heute entspricht dieser Begriff am ehesten dem Begriff Transgender.

Unterschiedliche Formen des Transvestitismus

Cross-Dressing 
Das Tragen von Kleidung eines anderen Geschlechts in der Öffentlichkeit oder privat. Üblicherweise nicht in übertriebener Form wie beim Drag. Transvestitismus im engeren Sinne. Meist im Sinne von Cross-Dressing gebraucht, oder als Beschreibung von Cross-Dressing plus sexueller Befriedigung durch Cross-Dressing.

Drag 
Zu unterscheiden ist hier zwischen Drag Queens und Drag Kings: Drag Queens sind anatomische Männer, die Frauen in einer extrem überzeichneten Weise darstellen. Drag Kings hingegen wird häufig für alle Menschen mit einem weiblichen Körper, die in irgendeiner Form Männlichkeit darstellen, benutzt. Dies schließt das gesamte Spektrum des Transvestitismus und einen großen Teil des Transgender-Spektrums ein.

Travestie 
Überzeichnete Darstellung von Rollen oder Personen eines Geschlechts durch Mitglieder eines anderen Geschlechts. Davon abgeleitet auch überzeichnete oder misslungene Darstellungen von Dingen. Anders als die vier oben genannten Begriffe meist nicht zum Transgender-Spektrum gerechnet wird.

Transvestitischer Fetischismus 
Fetischismus, der auf die Bekleidung oder Bekleidungsstücke eines anderen Geschlechts gerichtet ist. In der ICD-10 wird Transvestitischer Fetischismus unter dem Code F65.1 (Störung der Sexualpräferenz) geführt.
Üblicherweise besteht bei all diesen Formen (außer unter Umständen bei Drag Kings) nicht der Wunsch nach einem vollständigen Wechsel der Geschlechtsrolle, die Übergänge dazu, ebenso wie die Übergänge zwischen den obengenannten Formen, sind aber in der Praxis sehr fließend.
Insbesondere ist es nicht selten, dass der Wunsch nach einem vollständigen Geschlechtsrollenwechsel durch intensives Cross-Dressing für lange Zeit kompensiert werden kann, ehe dieser durchbricht und nicht mehr kompensiert werden kann, und ein vollständiger Wechsel der Geschlechtsrolle angestrebt wird.

Rollen- und Namenstransvestitismus 
Bei einigen Transvestiten ist der Fetisch im Hintergrund und sie fühlen sich TEMPORÄR wohl in der entgegengesetzten Geschlechtsrolle. Sie wollen in dieser Zeit auch im Gegengeschlecht wahrgenommen und behandelt werden. Kennzeichnend ist bei dieser Variante, daß es selten zu Rollenüberzeichnungen kommt. Natürlichkeit wird angestrebt. Dennoch nicht der komplette Wechsel wie bei der Transsexualität, sondern nur temporär. Es besteht jedoch eine Grauzone und eine Schnittmenge hin zur Transsexualität. Viele dieser Transvestiten “werden” später transsexuell.
Diese Variante des Transvestitismus ist weitgehend unabhängig von der sexuellen Präferenz; im Gegenteil sind die meisten dieser Transvestiten heterosxuell veranlagt. Oft leben sie ihr zweites Dasein heimlich aus, ohne daß ihre Partnerin etwas davon mitbekommt. Es bestehen häufig Scham und Schuldgefühle.

Keine Diskriminierung für Transsexuelle und Transvestiten

Freitag, April 28th, 2006

Der Stadtrat von New York hat mit großer Mehrheit einem Anti-Diskriminierungsgesetz zu Gunsten der Transsexuellen und Transvestiten zugestimmt. Es muss noch vom Bürgermeister unterzeichnet werden um Rechtskraft zu erlangen.

Zwar sind Transsexuelle bereits durch die Menschenrechte geschützt, doch sieht man seitens des Stadtrats in diesem Akt dennoch einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung der Bürgerrechte.Das bedeutsame am neuen Gesetz ist, dass es “Geschlecht” nicht nur biologisch definiert, sondern auch nach “Selbsteinschätzung, Erscheinung oder Verhalten”. Damit sind neben echten Transsexuellen auch Transvestiten geschützt.

Reality Tschechien: TV Nova setzt auf Transvestiten und Gruppensex

Montag, April 24th, 2006

Bewohner bekommen Sauna, die Fans Nacktfotos der Bewohner - und TV Nova Gruppensex?

Prag - In Tschechien bleibt das Zuschauerinteresse an dem Endemol-Lizenzprodukt Big Brother weiter deutlich hinter den Erwartungen zurück. Privatsender TV Nova unternimmt unterdessen immer verzweifelter wirkende Anstrengungen, Big Brother ins Gespräch und den Zuschauer so zum Einschalten zu bringen.

So überraschte der Sender am vergangenen Sonntag die Big Brother-Kandidaten schon wieder unangenehm mit einem neuen Hausbewohner: Was beim Catwalk über den Rasen von weitem nach knackiger Blondine mit sündhaft langen Beinen aussah und den männlichen Kandidaten zunächst den Atem verschlug, kam dann als Transvestit mit wehender Perücke in die gute Stube geflattert.

Der Verdruss über die Neue stand den Bewohnern denn auch ins Gesicht geschrieben, als Stefanie sich vorstellte und - ganz Dame - einen der Herren bat, ihr den Koffer hereinzutragen. Insbesondere David 2, der selbsternannten Sex-Fabrik, standen die Enttäuschung und Abscheu vor dem unerwünschten Zwitterwesen ins Gesicht geschrieben. Aber auch Filip wirkte unangenhem berührt, fast so als fühlte er sich in seine Zeit als Gay-Porno-Darsteller zurückversetzt.

Dabei bemühte sich Stefanie (27), mit bürgerlichem Namen Martin Hrubý und beruflich als Sänger und Darsteller in einem Prager Travestie-Ensemble namens Hanky Panky aktiv, die Situation aufzulockern und erkundigte sich im galanten Plauderton bei den Mädels über die häuslichen Gepflogenheiten.

NEWS USA: Transen gegen Homo-Gruppe

Freitag, April 21st, 2006

Washington Mehrere Transsexuellengruppen haben in Washington D.C. für Samstag zu einer Demonstration gegen die Human Rights Campaign (HRC), die größte US-Homogruppe, aufgerufen.

Die HRC unterstützt Abgeordnete, die sich für ihre Ziele einsetzen und versucht, das Gesetzgebungsverfahren zu beeinflussen. Seit 2001 hat die Organisation feierlich verkündet, dass sie auch die “Transgender Community” in ihren Kampf aufnimmt. Jedoch hat sie sich, so der Vorwurf, weiterhin fast ausschließlich mit schwul-lesbischen Themen beschäftigt. “In einem Klima, in dem die Republikaner Einschüchterungstaktiken verwenden, ist es für uns unverständlich, dass die größte GLBT-Gruppe politische Spiele spielt,

um unsere Community zu spalten”, so Ethan St. Piere, der Organisator der Demonstration. “Die Aktionen der HRC geben Abgeordneten den Eindruck, dass wir, die Transgenders, egal sind.” Die HRC begründete ihre Vorbehalte, Transsexuelle - beispielsweise in einem Gesetz zum Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz - nicht miteinzubeziehen damit, dass das die Verabschiedung der Gesetze erschweren würde.

Für Trans-Aktivisten ist das unverständlich: “In diesem Land gibt es noch keine Gleichheit vor dem Gesetz, aber wir haben keine starke Stimme, die sie fordert”, so Vanessa Edwards Foster, Vorsitzende der National Transgender Advocacy Coalition, die den Demonstrationsaufruf unterstützt. “Die HRC entscheidet wo, wann und welche Prioritäten gesetzt werden. Von uns wird nur erwartet, dass wir das still und leise alles mitmachen. Nicht mit uns!” (dk)

George Bush mit Trannyfaktor

Montag, April 17th, 2006

Transsexuelle

Erfolgreiche Videoclips frecher Rockbands finden Nachahmer im Internet. Mitunter entstehen da respektlose Cover-Werke, die trannymäßig abgehen.

Die Jungs der Garagenrockband “Electric Six” aus Detroit sind in Europa noch ein Geheimtipp. Sprich: Es kennt sie kein Schwein. Inzwischen haben sie bereits zwei Alben veröffentlicht, auf denen es ordentlich kracht. In der amerikanischen Homoszene sind sie auf jeden Fall seit längerem bekannt. Nicht nur, weil sie T-Shirts mit dem Aufdruck “Lesbians have more fun – Lesben haben mehr Spaß” tragen.

Ihr Stück “At The Gaybar” hat sich zu einem kleinen Multimedia-Kult im Internet verselbstständigt. Das Originalvideo der Band hat viele Fans dazu angeregt, eigene Versionen zu kreieren (siehe Links am Ende des Textes). In einer Flashanimation kämpfen eine Katze und ein Kaninchen gegeneinander, ein niederländischer Travestiekünstler gibt eine wilde Tanzperformance im Walküren-Kleid. Oder George Bush und Tony Blair singen lippensynchron: “You’re a superstar at the gaybar”. Das Originalvideo von Electric Six leider nicht mehr online ladbar. Die Eigenkreationen der privaten Videokünstler machen dafür umso mehr Spaß.

Aber damit nicht genug. Das aktuelle downloadbare Video von Electric Six zeigt ein tuntiges Freddie Mercury-Double, das zu einer rockigen Coverversion des Queen-Hits “Radio Gaga” tanzt. Und zwar auf dem Friedhof…

Transsexuelle

Übergeschlechtliche Luxuria im Parlament

Samstag, April 15th, 2006

Vom Tellerwäsche zum Millionär auf Italienisch: Vladimir Luxuria kommt vom armen Süden über den Straßenstrich ins Parlament.

Gegen sie wirkt selbst Deutschlands Vorzeigetranse Olivia Jones blass: Vladimir Luxuria hat heute als erste “übergeschlechtliche Person” (Luxuria über Luxuria) den Einzug ins italienische Parlament geschafft. Sie ist Spitzenkandidatin der kommunistischen Wahlliste in der Hauptstadt Rom. Die Rifondazione Communista will allerdings - anders als die Linkspartei.PDS im Bund - keine Fundamentalopposition sein: Sie ist Teil des Mitte-Links-Bündnisses unter Führung von Romano Prodi. Nach ersten Hochrechnungen erhält Luxurias Partei fünf bis sieben Prozent der Stimmen - und wird wahrscheinlich einiges zum Machtwechsel beitragen. Nach ersten Hochrechnungen liegt Prodis Bündnis knapp vor Berlusconi.

Luxuria ist inzwischen eine Ikone der Schwulenbewegung in Italien. Sie bezeichnet sich selbst als weder Frau noch Mann - nur als “eine Person auf der Suche nach einem Ehemann”. 1994 hat sie den ersten CSD in Rom organisiert und sich lautstark für die Gleichstellung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen eingesetzt. Ihr Leben begann aber unscheinbar in der Region Apulien im armen Südostitalien. 1965 als Vladimiro Guagagno geboren, fühlte sie sich bereits als Jugendlicher in ihrem (seinem) Körper nicht ganz wohl. Außerdem war sie sowohl zu Männern und zu Frauen hingezogen - ein kaum lösbarer Konflikt in der tiefkatholischen Provinz. Also entschied sie sich, den traditionellen Weg zu gehen - den ins Kloster. Allerdings hielt sie das nicht lange durch. Als 20-Jährige brach sie mit der Vergangenheit, ging in den Sündenpfuhl Rom und tobte sich dort aus. Sie nahm Hormone und illegale Drogen und machte sich als Drag-Queen in Schwulenclubs einen Namen. Geld verdiente sie unter anderem als Prostituierte. Untätig war sie während dieser Sturm- und Drangphase nicht: Sie studierte Literaturwissenschaften und schaffte ihr Diplom. Als Aktivistin für Homo-Rechte erlangte sie bald einen hohen Bekanntheitsgrad.

In die Politik schaffte sie den Seiteneinstieg, weil sie - und das unterscheidet sie von Olivia Jones - wirklich ein Programm hat. Auch darum hat ihr Parteichef Fausto Bertinotti den ersten Listenplatz in Rom geschenkt. “Ich will bei der Schaffung einer multiethnischen, multireligiösen und multisexuellen Gesellschaft mithelfen, und die Vielfalt als Wert und Möglichkeit, nicht als Bedrohung durchsetzen”, so umschreibt sie ihre Agenda. Neben sozialen Themen und der Legalisierung von Drogen stehen vor allem Homo-Rechte auf dem Plan. Kommt es wirklich zum Regierungswechsel, hat sie gute Chance, viele ihrer Vorhaben auch umzusetzen. Immerhin hat der Mitte-Links-Chef Romano Prodi bereits im Wahlkampf angekündigt, Eingetragene Partnerschaften einführen zu wollen.

“Manche fühlen sich angepisst, weil ich als erster transsexuelle Kandidatin ins Parlament kommen werde”, so Luxuria zu Reportern. “Ich sage, dass das Parlament dann ein Ort sein wird, der alle Formen der Gesellschaft repräsentiert - sogar Transsexuelle.” Im Wahlkampf musste sich Luxuria - die dort stets betont dezent auftrat - so einiges anhören: So sagte ihr die faschistische Europaabgeordnete Alessandra Mussolini in einer TV-Show: “Es ist besser, Faschist zu sein, als eine Schwuchtel”. “Ich habe ihr nur geantwortet, sie sei ungehobelt”, so Luxuria. “Eine moderate Sprache empfinde ich als politische Tugend”. Mussolinis Partei erreichte ersten Hochrechnungen zufolge gerade einmal einen Prozent.

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